Wenn man mit Hochwasser bedroht ist, sind Sandsäcke oft die naheliegende Lösung, da sie als kostengünstig und einfach anzuwenden gelten. Wenn jedoch die Anforderungen an den Hochwasserschutz steigen und größere, langfristige Lösungen erforderlich sind, werden die Grenzen von Sandsäcken schmerzlich deutlich: überhöhte Arbeitskosten, umständliche Einsatzverfahren, begrenzte Schutzfähigkeit und problematische Entsorgung.
Sandsackbarrieren funktionieren, indem gefüllte Säcke gestapelt werden, um eine Schutzwand zu bilden, die Hochwasser blockiert oder umleitet. Während traditionelle Sandsäcke aus Jute bestanden, werden moderne Versionen typischerweise aus Polypropylen-Kunststoff hergestellt, um die Haltbarkeit gegen raues Wetter und schnell fließendes Wasser zu verbessern. Spezielle Sandsäcke für den Langzeitgebrauch oder zur wasseraktivierten Ausdehnung existieren, sind aber deutlich teurer.
Sand bleibt aufgrund seiner geringen Wasserdurchlässigkeit und optimalen Gewichtseigenschaften das ideale Füllmaterial – trocken leicht zu handhaben und nass stabil (ca. 18 kg pro gefülltem Sack). Der Bau von Sandsackbarrieren ist jedoch arbeitsintensiv und erfordert das Füllen, richtige Binden und strategische Stapeln. Während dies für kleine Flächen machbar ist, wird ein großflächiger Schutz ohne spezielle Füllausrüstung, die möglicherweise nicht sofort verfügbar ist, unpraktisch.
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